Bis zu 100 Prozent mehr Miete

Wie aus einem Bericht des Senats hervorgeht, endet die Grundförderung in den nächsten sechs Jahren bei weiteren 237 Objekten. Betroffen sind 12.254 Mietwohnungen. Insbesondere in Pankow, Lichtenberg und Treptow-Köpenick müssen viele Mieter mit höheren Wohnkosten in den kommenden Jahren rechnen.

2003 hatte der Senat die Anschlussförderung, mit der der teure Bau der Sozialwohnungen über den Förderzeitraum von 15 Jahren hinaus bezuschusst wurde, gestoppt. Als Folge steigen seit Jahren die Mieten für die ehemaligen Sozialwohnungen, weil die Eigentümer die fehlenden Landeszuschüsse durch eine Anhebung der Mieten zumindest teilweise ausgleichen wollen. In der Zeit von 2003 bis 2009 fielen schon 15.740 Wohnungen aus dem System der staatlichen Förderung heraus. Insgesamt gibt es in Berlin 161.000 Sozialwohnungen.

Der Senat hat in der Umfrage lediglich "moderate Mieterhöhungen" bei nicht mehr geförderten Wohnungen festgestellt. Knapp jede zweite Wohnung liege bei maximal 5,50 Euro pro Quadratmeter. Als höchste verlangte Miete wurden 7,79 Euro/qm genannt. Allerdings sind aus den vergangenen Monaten auch Fälle bekannt, etwa aus Kreuzberg und Mitte, wo die Mieten um 30 bis 100 Prozent gestiegen sind. Der Senat versucht, Härtefälle mit der Zahlung von Mietzuschüssen und Umzugshilfen auszugleichen.

Datum: 26.06.2010 | Von: Cepheus | Kategorie: Markt | Artikel Abrufe: 266



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